Was bisher geschah …

 

Am Anfang stand das Wort. Und aus dem Wort wurde eine Idee. Und weil mir in dieser Zeit so unglaublich viel auf den Senkel und gegen den Strich ging (ich war da noch in der Schule *hüstel*) erschuf ich einen Antihelden. Einen, dem das Schicksal an einem einzigen Sommertag derartig in den Arsch tritt, dass er sich nicht anders zu helfen weiß, als komplett auszurasten. Tom war geboren. Und in meinem ersten Roman „Achtzehn Tage“ flieht er somit quer durch den Pfälzer Wald. Auf seinem Weg trifft er Gleichgesinnte und Gegner, Freunde und Feinde und ist sich stets bewusst, dass er am Ende doch der Verlierer sein wird.

Nach der Beendigung von „Achtzehn Tage“ war ich mir sicher, dass es das nicht gewesen sein durfte. Klar, diese Geschichte war zu Ende, mit dem Schluss war ich gestalterisch auch zufrieden, aber was war mit Kai? Wie erging es Tom anschließend? Irgendwie durfte es das noch nicht gewesen sein und so nach und nach entstand die Idee zur Fortsetzung „Sturmfahrt“, in der ich Tom auf die Suche nach seinem Weggefährten schickte. Diese Suche führt ihn aus der Eifel nach Hamburg, von dort nach Helgoland und weiter nach Frankreich.

Ich liebe Rachegeschichten! Sie müssen nicht blutig enden. Obwohl … nein, ich schweife ab. „Sturmfahrt“ ließ mich wiederum mit einem Gefühl der Leere zurück. Und auch mit einem Anflug von Wut, weil diejenigen, die für all das verantwortlich waren, was Tom und Kai zu erleiden hatten, immer noch fröhlich frei herumliefen. Durfte das sein? „Nö“, sagte das morgendlich zerknitterte Gesicht im Spiegel, und fügte noch „Satisfaktion!“ hinzu. Und was wäre die Freiheit der Künste, wenn man sie nicht nutzen würde, um Gerechtigkeit wiederherzustellen? Und so geschah es:

Im Laufe der Jahre, noch lange vor der Trilogie über Tom und Kai, schrieb ich einige Horror-Kurzgeschichten. Ein paar Leser meinten, sie seien zu kurz. Vielleicht hätte man aus der einen oder anderen noch mehr herausholen können, keine Frage. Allerdings finde ich, Kurzgeschichten, speziell in diesem Genre, müssen wirken wie ein kurzer, schmerzhafter Messerstich mit einem Ende, wo man vielleicht entsetzt „Ach du Scheiße!“ sagt oder etwas in der Art. Ob mir das gelungen ist, überlasse ich natürlich dem Urteil der potentiellen Leser:

Bestimmt kennen Sie Erich von Däniken. Wenn nicht, sollte mich das wundern, denn gehört hat man den Namen garantiert irgendwann irgendwo mal. Ja, ich gebe zu, ich bin ein großer Fan seiner Thesen. Und ja, ich gestehe selbstverständlich jedem zu, ihn als „Phantasten“ oder gar „Spinner“ zu bezeichnen. Nur haben diejenigen sich dann noch nie mit Prä-Astronautik beschäftigt und kein einziges Buch von ihm komplett gelesen. Bestenfalls irgendwas von „Außerirdischen“ gehört und das reicht ja schon so manch einfach gestrickten Gemütern, Forscher wie EvD zu verlachen. Nun, wie auch immer. Meinen bisher einzigen Sci-Fi-Roman habe ich EvD gewidmet und was soll ich sagen? Er hat ihm gefallen. Ätsch! 🙂

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