Es gibt ein Phänomen, das zu ergründen sich schon Heerscharen von Fachleuten bemüht haben. Ungezählte Lösungsvorschläge wurden gemacht, Untersuchungen angestellt und doch tritt es immer wieder mal in Erscheinung.

Der Geisterfahrer.

Jemand, der trotz aller Warnungen die falsche Auffahrt benutzt und damit sich und den ganzen Verkehr in Gefahr bringt. Der Witz ist alt und bekannt und dennoch trifft er den Nagel auf den Kopf: Radiodurchsage „Achtung, auf der Autobahn kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen!“ Darauf der Geisterfahrer: „Wieso einer? Hunderte!!!“

Also nicht er ist sich seines Fehlers bewusst, die Anderen sind schuld und fahren verkehrt.

Auf Facebook ist zur Zeit eine Diskussion im Gange, die mich beim Mitlesen und -kommentieren an dieses Phänomen denken ließ. In der Gruppe, die sich mit Selfpublishing beschäftigt, beklagt sich jemand bitterlich, dass er eine Absage von einer Verlagsagentur bekommen hat. Gleich zu Beginn stellt er das Cover seines Meisterwerks sowie das Absageschreiben online

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Joah … okay. Um den Inhalt soll es ja nicht gehen, das kann jeder halten wie er will.

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Soweit eine ganz normale, standardisierte Absage, wie sie zuhauf an unbekannte Autoren verschickt werden, wenn das „Werk“ einfach nicht ins Programm passt. Für den Meister jedoch ein Anlass, sich öffentlich über die Zurückweisung zu beklagen. Entsprechend fallen auch die Antworten aus:

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Also alle seine Anschreiben zielen auf „positive Regungen“. Ich übersetze das mal für mich: Weil seine Anschreiben positiv sind, MUSS sein Werk auch Interesse finden. Und wenn das nicht passiert, hat die Gegenseite eben keine Ahnung.

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Na klar: Für seinen genialen Text muss sich der Literaturagent natürlich viel mehr Zeit nehmen, als für all die anderen Einsendungen, keine Frage! Und das Publikum? Muss natürlich „wachsen“, soll erneut heißen, wer sein Buch nicht lesen will, ist doof.

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Mir kommen die Tränen. Nicht nur wegen des diffusen, inhaltslosen Geschwurbels, sondern weil hier eben jene Arroganz und Überheblichkeit zu Tage tritt, die mir immer wieder mal bei Selfpublishern auffällt. Igitt, 35, 40 Verkäufe! Ich doch nicht! Ich habe DAS epochale Meisterwerk geschrieben, da muss ich mich doch nicht mit Krümeln abgeben, ich will Tausende verkaufen!!! Kein Ansatz, es erstmal im Kleinen zu versuchen, sich erstmal ein Publikum aufzubauen und zu sehen, komm ich überhaupt an, mit dem, was ich verfasse? Nein, ich will sofort groß einsteigen und den Literaturbetrieb aufmischen!

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Völlig berechtigte Einwände der Mitleser, die aber samt und sonders den ganzen Thread hindurch am Meister abprallen wie Wasser auf Gänsefedern. Man versteht ihn einfach nicht. Man verkennt seine Genialität.

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Das geht unaufhörlich so weiter, bis er schließlich sein Krönchen richtet und beleidigt von Dannen rauscht.

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Woher kommt nur so eine arrogante Denkweise? Zu glauben, nur weil man in der Lage ist, ein paar Seiten mit Text zu füllen, ein Schriftsteller/Autor zu sein, der unbedingt veröffentlicht werden muss? Natürlich von einem renommierten Verlag, der das ja alles auch finanziert und den Autor obendrein auch noch bezahlt?

Hinzu kommt dann noch, dass es wie in diesem FB-Thread tatsächlich Leute gibt, die auch noch Tipps geben und ernsthaft versuchen, dem Typ zu helfen. Und was kommt als Reaktion? „Mist“, „Dreck“, „bösartiger Müll“.

Ich schätze, was er erwartet hat, als er den Thread eröffnete, waren bedauernde Antworten, wie fies doch die Agentur zu ihm war und wie toll doch sein Buch und sein Thema wäre und dass er ganz bestimmt noch einen Verlag fände und dass er sich nicht unterkriegen lassen soll!

Kritik? Pfui Bäh! Das ist ja böse! Gelobt werden will man, nicht wahr? Und wenn kein Lob kommt, dümpelt man weiter in seinem Stil herum, greint dann und wann ein bisschen im Netz herum, wie ignorant doch alle sind, aber nimmt sich Kritiken natürlich keinesfalls zu Herzen, oder – wie anmaßend – arbeitet an sich und seinen Texten. Never ever! Statt dessen setzt man sich die Motz-Maske auf und fährt wie der Geisterfahrer stur weiter, alle Hupen und Warnungen ignorierend, weil die tatsächlichen Falschfahrer immer die anderen sind!

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11 Gedanken zu “Geisterfahrer

  1. Da haben Sie ja wieder ein schönes Beispiel, das diesmal nichts mit mir zu tun hat, für Ihr Lieblingsthema, mangelnde Selbsteinsicht der Autoren, gefunden und natürlich wird sich der „Suhrkamp-Verlag“ für obigen Buchvorschlag, der nicht in sein Programm passt, bedanken und den zitierten Absagebrief schicken und ob es wirklich noch so einen „naiven“ Autor und so „eine echte Kränkung“ auf einen ganz normalen
    Absagebrief gibt, weiß ich nicht.
    Aber natürlich soll man sich nicht selbst überschätzen, bei seinem Leisten bleiben, an sich arbeiten, etcetera.
    Andererseits hat der Autor wieder recht, daß man vielleicht auch ein bißchen Zeit braucht, sich in ein Nischenthema einzuarbeiten und daß man die Qualität manchmal nicht am ersten Blick erkennt wurde auch schon hundertfach bewiesen und natürlich ist die Seele ein weites Land und die Autoren oft unberechtigt beleidigt.
    Ich weiß jetzt schon, daß „angebliche Selbstüberschätzung“ Sie aufregt, würde aber auch Sie zu mehr Toleranz und Verständnis aufrufen und denke, daß das Geisterfahren und das gegen den Strom schwimmen, das ich ja auch manchmal betreibe, nur auf der Autobahn gefährlich ist!
    Da darf es nicht sein und da gibt es Warnschilder, weil sonst ein Unfall passiert!
    Wenn ich einen Chicklitroman oder eine polititsche Schmähschrift zu „Suhrkamp“ schicke, wird der Lektor oder die Praktikantin müde lächeln und zum Standardabsagebrief, wenn man den heute überhaupt noch bekommt, greifen und der Autor eine Zeit gekränkt ud beleidigt sein, bis er sich vielleicht einen anderen Verlag sucht oder ein Schreibseminar bucht, um besser zu werden.
    Das das Ganze aber nicht ganz so einfach ist, hat der letzte Bachmann-Preis bewiesen, der letzte Woche gelaufen ist.
    Haben Sie die Diskussionen live oder auf der Literaturcafe-Seite verfolgt?
    Da gibt es zwei Beispiele, wo ich kommentiert habe und mit dem Drüberfahren eines Lektors nicht einverstanden wäre und auch glaube, daß der Text des Bachmannpreisträgers in „Kleinschrift“ erscheinen kann und das „Wiener Kindl“ ein solches bleibt, auch wenn es inzwischen einen gleichnamigen E-Bookreader gibt.
    Viele Grüße aus Wien und regen Sie sich über menschliche Schwächen und Unzulänglichkeiten nicht so auf.
    „Die Seele ist ein weites Land!“, hat schon Arthur Schnitzler gesagt und manchmal darf man vielleicht auch gekränkt und beleidigt sein. Dann schimpft man los und geht zehn Minuten später in sein Kammerl, um weiterzumachen!
    Wie geht es in diesem Sinne übrigens Ihrem „Work on Progress“? Kommen Sie gut damit weiter?
    Erzählen Sie doch vielleicht mehr davon, anstatt sich über die Unzulänglichkeiten der anderen zu ärgern, was ja höchstwahrscheinlich nichts bringt!

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    1. Liebe Frau Jancak,

      doch, leider hat es auch was mit Ihnen zu tun. Darüber hatten wir es ja schon des Öfteren und in den letzten Wochen hat es mich mehrere Male in den Fingern gejuckt, bei Ihnen zu kommentieren. Aber erstens hatte ich Ihnen ja versprochen, das nicht mehr zu tun und zweitens bringt es definitiv nichts. Es geht mir auch nicht um „angebliche“ Selbstüberschätzung, sondern um jene, die ganz offen zur Schau getragen wird. Es regt mich auch nicht wirklich auf, eher macht es mich auf eine gewisse Art fassungslos. Sie glauben also wirklich, ein Verlag, bzw. dessen Mitarbeiter, der eingesandte Manuskripte prüft, hätte die Zeit, sich „einzuarbeiten“? Es liegt also nicht am Autor, seinen Text, seine Inhaltsangabe so aufzuarbeiten, dass man innerhalb kürzester Zeit erkennen kann, ob das für eine Veröffentlichung in Frage kommt? Genau das ist die Geisterfahrerei, die ich meine. ICH als Autor muss gar nix, die ANDEREN haben sich gefälligst in meinen Text „einzuarbeiten“ und wenn sie das nicht können, haben sie ihn nicht verstanden oder sind nicht in der Lage, ihn zu verstehen!

      Warum wird eigentlich immer von denjenigen „Toleranz“ und „Verständnis“ erwartet, die sich darüber im Klaren sind, dass sie keine Profis sind? Ich lese grottige Sätze und Texte fern jeder Grammatik und ordentlichem Satzbau, dann direkt darunter Gejammer, dass man nicht akzeptiert und nur kritisiert wird und ich soll dafür „Toleranz“ und „Verständnis“ aufbringen? Gleichzeitig wird jedoch jeder Ansatz und jedes Bemühen, aufzuzeigen, wie es anders (besser) geht, im Keim erstickt, weil das ist ja böse. Nicht, dass Sie mich missverstehen, das ist beileibe nicht nur bei Ihnen der Fall! Es zieht sich durch beinahe alle Foren, die ich ab und an besuche. Dieser Facebook-Thread war nur wieder mal eins der vielen Tüpfelchen auf dem I.

      Zu Ihrer Frage: Ich habe keinen „Work on Progress“, wie Sie das immer so schön nennen. Ich bin ungefähr mit dem ersten Drittel durch und wenn die letzten zwei Drittel fertig sind, dreh ich wahrscheinlich alles nochmal auf links, bis es für mich passt. Ob das dieses Jahr passiert oder erst nächstes, spielt gar keine Rolle. Es gibt niemanden, der darauf wartet und das ist auch verdammt gut so.

      Achja, dieser Bachmann-Preis, sorry, aber der interessiert mich so überhaupt gar nicht!

      Danke für Ihren Kommentar und Grüße zurück!
      Uli

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  2. Nun ich bin an Ihrer Arbeit interessiert und denke Kommunikation ist die Summe von A und B.
    Der Autor muß nichts und der Lektor auch nicht, aber wenn man sich auf eine Sache offen einläßt, erlebt man oft Überraschungen!
    So geht es mir öfter beim Lesen und das würde ich Ihnen auch empfehlen, als einfach loszuschimpfen, wenn einer ein fehlerhaftes Werk an einen Verlag schickt und schade, daß Sie der Bachmannpreis nicht interessiert, das sagt vielleicht auch etwas aus, aber ist natürlich Ihre Sache, liebe Grüße!

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  3. Mir sagt es eigentlich schon sehr viel, beziehungsweise sehe ich eine widersprüchige Ambivalenz darin, die die Psychologin natürlich interessiert!
    Aber vielleicht zuerst zu dem was der Artikel mit mir zu tun hat?
    Da ich nicht Andreas heiße, keinen Facebookaccaunt habe und eher sozialkritische Romane, als Sachbücher über „Engel“ schreibe, auf dem ersten Blick nicht sehr viel.
    Wenn Sie aber mein offenbar etwas fehlerhaftes und doch sehr selbstbewußtes Geflüster, zu diesem Facebookaccount gebracht haben sollte, wofür spricht, daß heutzutage wahrscheinlich kein Autor mehr ein solches Buch einem Verlag anbietet, also wieder, was ja Ihre Spezialität ist, stark nach unten übertrieben wurde und dann wahrscheinlich auch kein Verlag mehr einen so ausführlichen Absagebrief schreiben würde, wie sie vielleicht vor zwanzig Jahren üblich waren, frage ich mich schon, was das mit Ihrer Person zu tun hat, daß sie fehlerhafte Artikel gleich mit Gesetzesverstöße vergleichen?
    Aber doch nicht davon losen kommen und mir ja einmal sogar geschrieben haben, daß Sie, um sich zum“ Gruseln“ auf meine Seite kommen und auf der anderen Seite, nach dem Sie solches „Diletantentum“ mit scharfer Feder angepragert haben, blauäugig verkünden, Sie lesen keine Bücher, Sie interessieren sich nicht für den „Bachmannpreis“, etcetera…
    Das finde ich mit Verlaub schon sehr interessant und widersprüchig, obwohl ich auchr locker sagen kann, soll es so sein, es geht mich ja nichts an!
    Aber dann doch natürlich, wenn Sie immer wieder zu mir provozieren kommen und sogar offenbar Artikel wie diese, die auf den ersten Blick vielleicht nicht sehr niveauvoll wirken, wegen meines Blogs verfassen, kann man sagen, daß es mich was angeht und Sie sehen ja auch, daß es mir irgendwie Spaß macht, mich mit Ihnen auseinaderzusetzen, aber immer versuche, das auf höfliche, korrekte und nicht beleidigende Art und Weise zu tun!
    So gesehen finde ich es zwar ein wenig schade, daß Sie jetzt ein Monat lang auf meinen Blog nicht kommentiert habe, auf der anderen Seite denke ich aber auch, daß es gut ist, weil das sinnlose Provozieren und das immer auf der Hut sein müßen, ihnen vielleicht nicht in die Falle zu laufen, ja nichts wirklich bringt!
    Es wundert mich aber natürlich, warum Sie immer wieder kommen und es nicht mit einem Achselzucken lassen können und das finde ich interessant und natürlich, auf meinen Blog könnTen Sie außer Rechtschreibfehler vieles finden, aber wenn Sie das nicht interessiert, hat es wenig Sinn ihn aufzusuchen und zum Gruseln, das habe ich ja auch schon mal geschrieben, eignet sich sicher viel besser die Geisterbahn!
    Also wieder liebe Grüße und wir werden ja wahrscheinlich wieder von einander lesen oder hören!

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    1. Sehr viel Text, aber keine klare Antwort auf meine Frage. Okay, insofern nichts Neues. Bachmannpreis interessiert ihn nicht = Er liest keine Bücher = Was maßt der sich an, über Texte zu urteilen. So in etwa? Wiedewitt, ich interpretier mir die Welt, wie sie mir gefällt? (Frei nach Astrid Lindgren) Das könnte schon eher passen. Ich provoziere also, indem ich konstruktive Kritik übe (bzw. geübt habe) oder falsche Behauptungen hinterfrage und/oder Quellen dafür möchte? Sehen Sie, genau das ist das Prinzip des Geisterfahrers, das ich beschrieben habe. Kein Hinterfragen, ob man vielleicht tatsächlich falsch fährt, sondern das Hupen der anderen als Provokation betrachten.

      Nein, ich hab Ihnen versprochen, bei Ihnen nicht mehr zu kommentieren und das halte ich natürlich. Einfach aus dem Grund, weil Sie in Kommentaren Lob und Anerkennung erwarten und keine Kritik. Mehr als einmal haben Sie das deutlich zum Ausdruck gebracht. Und ich kann unmöglich etwas loben, wo es zu gefühlten 90% nichts zu loben und anzuerkennen gibt.

      Und übrigens: In eine „Falle laufen“, kann man nur, wenn man nicht aufpasst, wo man hin tritt, sondern blindlings durch unbekanntes Terrain hetzt. Kleine Metapher am Rande 🙂

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  4. Und so unbekannt sind Sie mir ja nicht mehr, richtig! Kann das sein, daß das mit dem Falschfahren sich nur in Ihrem Kopf befindet?
    Denn ich schreibe über vierzig Jahren, habe mindestens soviele selbstherausgegebene Bücher und auch noch ein paar andere, lese viel, interessiere mich für Literatur, gehe zu Veranstaltungen und blogge darüber!
    Was ist so falsch daran und woher kommt ihr Bild, daß ich schreiend durch die Gegend renne, mich für die allergrößte Autorin halte und, daß das von Ihnen bekämpft werden muß?
    Ja, ich wäre gerne erfolgreicher und schreibe offen darüber! Aber warum darf man das nicht und woher nehmen Sie sich das Recht sich deshalb ständig über mich lustig zu machen, nur weil ich auf meinen Blog vom Lteraturbetrieb, vom Schreiben und vom Lesen blogge und meinen Senf in diesen Angelegenheiten abgebe?
    Woher kommt das Bild, daß man das nicht darf, nur weil ich vielleicht ein paar Fehler habe und vielleicht etwas umtriebig und hektisch bin?
    Die Elke Heidenreich ist das wahrscheinlich auch und der Wendelin Schmidt-Dengler, ein bekannter Wiener Literaturprofessor war das ebenfalls?
    Ich frage mich inzwischen, ob Ihr Interesse an „Bücher, Menschen und Schreiben“, Ihr Blog hat ja diesen Namen vielleicht nicht nur aus Provozieren, sich Lustig machen und Aufblättern von jemanden besteht, der Sie angeblich ärgert und wütend macht, nur weil er oder sie sich für Lteratur interessiert?
    Wenn Ihnen meine Art zu schreiben nicht gerrfällt, dann lesen Sie mich nicht, das habe ich schon hundertmal geschrieben, das ist nichts Neues, das stimmt!
    Sie halten sich nicht daran und tun, als hätten Sie ein Recht mich zu provozieren, nur weil ich angeblich eine Geisterfahrerin bin und da denke ich, statt das zu tun, täten Sie besser an einem Buch zu schreiben, zu lesen, zu bloggen, das tun Sie ja inzwischen ein bißchen und sich dann selber meinetwegen bei „Suhrkamp“ oder „Fischer“ zu bewerben.
    Sie werden ja sehen, welche Art von Antwort Sie bekommen, vielleicht haben Sie Glück und Sie passen in irgendeine Fantasyschiene.
    Das wäre doch viel sinnvoller, als sich ständig über jemanden lustig zu machen, nur weil der oder die schreibt: Ich verstehe nicht, warum ich keinen Erfolg im Lteraturbetrieb habe?“
    Ich verstehe das wirklich nicht, aber Sie werden mir es auch erklären können, weil Ihre Theorien vom Geisterfahren für mich nicht passen und ich schreibe auch nicht „Vom durchscheinenden Antlitzt aus der Gottesdimension“, sondern sozialkritische Romane, die vielleicht gar nicht so uninteressant ist, habe aber schon länger aufzugeben, mich damit bei Verlagen zu bewerben, sondern mache seit circa 2000 meine Bücher selbst und bewerbe sie seit einigen Jahren auf meinen Blog, wie Sie wahrscheinlich wissen!
    Fein, daß Sie mich nicht mehr auf meinen Blog beschimpfen, wenn Sie stattdessen aber „Fake- Facebook Accounts“ über Autoren, die nicht auf Sie hören wollen, veröffentlichen und dann behaupten, das hätte etwas mit mir zu tun, ist das auch nicht konstruktivder!
    Und was so schlimm daran ist, Lob zu erwarten, verstehe ich auch nicht ganz!
    Obwohl Sie brauchen mir das natürlich nicht zu geben, wenn Sie keinen Grund dafür sehen, beschimpfen und sich über mich lustig zu machen, nur weil mir das Schreiben und das Lesen wichtig ist, brauchen Sie allerdings ebenfalls nicht und das ist jetzt wieder eine lange Antwort, auf etwas was eigentlich selbstverständlich sein sollte!

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    1. In der Tat, eine lange Antwort. Ich könnte jetzt ebenso lange jede Ihrer Fragen aus meiner Sicht erklären. Ich könnte versuchen, anhand von einigen Textbeispielen aus Ihrem Blog zu verdeutlichen, woran es liegen könnte, dass Sie keine Resonanz, geschweige denn Lob in den Kommentaren bekommen. Ich mache mich nämlich nicht – wie Sie es bezeichnen – „lustig“, außer, Sie spielen auf die Satire von vor ein paar Wochen an. Ich hab bislang immer versucht, Ihnen dezidiert zu sagen, was mich stört und wie es aus meiner Sicht besser aussehen könnte. Ich für meinen Teil würde mich über jede Äußerung von Gleichgesinnten, sprich Hobbyautoren freuen, denn gegenseitige Unterstützung kann fruchtbar sein und auch Spaß machen.

      Nicht so Sie, liebe Frau Jancak.

      Für Sie sind jegliche Reaktionen auf Ihr Schreiben Angriffe, Beleidigungen, Lustig machen, Aufblättern, Provokation usw. Außer natürlich, man lobt Sie, dann ist das genehm.

      Sie sind ja sogar der Ansicht, ich würde Sie angreifen, nur weil Sie schreiben und sich für Literatur interessieren!!! Wie unsinnig ist das denn bitte??? Gibt es eigentlich überhaupt jemand oder etwas, von dem Sie sich nicht „angegriffen“ fühlen, wenn ihm/ihr etwas nicht gefällt, was Sie verfassen?

      Egal. Sinnlos. Vergebene Mühe und Zeit. Überdies ohnehin nur persönliche Angriffe gegen Sie, nicht wahr?

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  5. Doch natürlich, wenn mir jemand schreibt, das gefällt mir nicht oder du hast schon ein paar Fehler, werde ich das so stehen lassen und die Fehler korrigieren und was Sie betrifft ist es wahrscheinlich auch am Besten, wenn wir uns wieder darauf einigen, daß es Sie ärgert, wenn jemand Fehler hat und ich mich durch Ihre, sagen wir einmal, sehr scharfe Art zu Artikulieren provoziert fühle, was ja auch mein gutes Recht ist!
    Das könnten wir doch so stehen lassen, deshalb gehe ich auf die „Hobbyautorin“ nicht mehr ein und denke mir nur, daß ich, wenn ich Sie wäre, mein Schreiben ernster nehmen würde, weil dann hätten Sie es vielleicht auch nicht mehr nötig, sich immer über die, die sich Ihrer Meinung nach selbst überschätzen zu ärgern und das ist wahrscheinlich auch nicht gut!

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  6. Genau, aber das ist eigentlich meine Sache und braucht von Ihnen nicht ständig hinterfragt werden!
    Sie kennen mich jetzt, glaube ich, schon ein Jahr, denn soweit ich mich erinnere, haben Sie sich damals an mich gewendet und mir auch ein paar von Ihnen korrigierte Blogartikel geschickt.
    Das ist das, was Sie das Konstruktive an unserer Beziehung nennen! Ich denke, das war nett von Ihnen, aber unangefragt und ich kann mich auch nicht beschweren, wenn jemand der Kuchen, den ich ihn aufgedrängt habe, nicht schmeckt!
    Das habe ich auch versucht Ihnen mehrmals zu erklären, ist aber daran gescheitert, weil Sie irgendwie glauben, Sie hätten einen Rechtsanspruch, daß ich mich ändere“ und nennen mich uneinsichtig, weil ich das nicht tue!
    So weit, so what und wir schreiben schon wieder im Kreis herum, weil wir das schon mehrmals diskutiert haben.
    Akzeptieren Sie das „Literaturgeflüster“ als einen Blog einer literarisch umtriebigen Person, die sich zwar sehr bemüht, aber dann doch Ihre Artikel schnell herumter schreibt und sich denkt, Fehler sind nicht so schlimm!
    Wenn ich einen Verlag hätte, würde mir sie mir ein Lektor Fehler korrigeren. Jetzt tut es bei meinen Büchern mein Mann. Im Blog hat er es früher auch getan! Jetzt kommt er damit nicht mehr nach. Für mich passt es und die Leser, denen das Wurscht ist, bleiben da, die anderen suchen sich einen sprachlich perfekteren Blog!
    Das ist ja das Schöne am Schreiben und am Bloggen und an der Literatur, das sie sehr vielseitig sein kann!
    Deshalb sind Rechtschreibfehler für mich kein Geisterfahren, sondern eine Form der künstlerische Freiheit! Ich sehe das Schreiben auch nicht als Dienstleistung und da ich meine Bücher selber mache, kann ich mir das erlauben und werde es auch weiterhin tun!
    Ganz am Schluß komme ich noch einmal auf den „Bachmann-Preis“ zurück, da hat vor einem Jahr Tomer Gardi https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/06/05/broken-german/ gelesen und einen bewußt fehlerhaft geschriebenen Text eingereicht, der auch sehr kritisiert wurde.
    Klaus kastberger, der Literaturprofessor, der ihn eingeladen hat, hat damals gesagt, das Kriterium für die Teilnahme am „Bachmann-Preis“ ist ein in Deutsch geschriebener Text, der nicht einmal gut sein muß!
    Das ist das Kriterium an das ich mich in meinen „Flüstereien“ auch halten möchte, obwohl Deutsch meine Muttersprache ist und ich abgesehen von den „s“ und den Flüchtigkeitsfehlern gar nicht so sehr glaube, daß ich so fehlerhaft schreibe, wie Sie es mir unterstellen wollen und wenn schon, das Leben ist vielseitig und bunt!
    Auf der Autobahn muß man aufpassen in kein Auto hineinzufahren, bei der Literatur kann man sich erlauben, gegen den Strom zu schwimmen, denn das Ärgste was dabei passieren kann, sind Kommentare, wie die Ihren und die sind auch ganz lustig, obwohl jetzt schon wirklich alles gesagt ist und sich das, was bisher auf meinen Blog gestanden ist, sich jetzt auf Ihren wiederholt, der, wie ich anmerken möchte, ja auch ein Ein Mann und eine Frau Betrieb ist!
    Wolfgang Tischer hat übrigens, wie Se im Literaturcafe nachlesen können, Tomer Gardis Text in seiner Neuartigkeit und seinem Experiment sehr gelobt und ich habe inzwischen auch Wolfgang Herrndorfs „Tschik“ https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/06/15/tschik/ gelesen, das mir sehr gefallen hat.

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